FORSCHUNGSSCHWERPUNKT MELANOM

Leitung:
 
Prof. Dr. Erika Richtig (Publikationen)

Das maligne Melanom der Haut stellt sowohl klinisch als auch experimentell einen entscheidenden Schwerpunkt der Univ.-Klinik für Dermatologie und Venerologie in Graz dar.
 
Besonderes Augenmerk wird der Melanomvorsorge und der Früherkennung geschenkt. Eingehende klinische Untersuchung jedes Patienten in einer Spezialsprechstunde, gezielte digitale Fotodokumentation und extramurale Aufklärungs- und Screeningprogramme zielen auf eine rechtzeitige Erkennung und Therapie ab. Ziel ist es die bestehenden diagnostischen Verfahren zu optimieren und neue Methoden und Algorithmen zu etablieren.
 
Das operative Spektrum geht von der Entfernung des Melanoms an allen Stellen der Haut, der Durchführung der sog. Wächterlymphknotenentfernung (Sentinel-Lymphknoten Biopsie) bis hin zur Entfernung von Haut- und oberflächlichen Lymphknotenmetastasen. Die Verbesserung operativer Techniken sowie wundschonender Verfahren steht im Mittelpunkt.
 
Bei Hochrisiko-Melanomen werden adjuvante Therapien mit Immunmodulatoren angeboten, als auch neue Therapiemöglichkeiten in klinischen Studien, wobei die individuellen Wünsche des Patienten gemeinsam mit dem behandelnden Arzt erörtert werden.
 
Bei Patienten, die ein metastasiertes Melanom haben, bietet die Klinik modernste therapeutische Möglichkeiten. Neben der Bestimmung des Mutationsstatus der Tumorzelle werden im interprofessionellen Tumorboard wöchentliche Fallbesprechungen durchgeführt und im kollegialen Konsenssystem entschieden. Hierbei wird auf die persönlichen Wünsche des Patienten eingegangen und ein individueller Therapieplan, der sich einerseits am Tumor und andererseits am Patienten orientiert, erstellt. Die Klinik bietet nicht nur die Therapie mit modernsten Immun-Checkpoint-Inhibitoren an, sondern auch Kombinationen in zielgerichteter Tumortherapie und eine onkolytische Virustherapie. Den Patienten können auch eine Vielzahl an klinischen Studien angeboten werden, die von unserem erfahrenen Studienteam  durchgeführt werden und in denen die Patienten von bestens ausgebildeten Dermatoonkologen begleitet werden.
Forschungsschwerpunkt der Klinik sind metastasierte Melanome mit seltenen Mutationen der Tumorzelle, Melanome in der Schwangerschaft und prognostische und prädiktive Biomarker.

Die Univ.-Klinik für Dermatologie und Venerologie setzt auch auf einen translationalen Forschungsansatz: Das bedeutet, dass wir den individuellen Patienten immer im Blickfeld haben und möglichst nahe mit unserer Forschung am Patienten und seiner Versorgung sein möchten. 
Letzte Aktualisierung: 04.05.2017